Im verlassenen Gebäude in St.Gallen lud die Stiftung Morant sieben Kunstschaffende ein vor Ort in der 'Kunstbaustelle Umbruch' zu kreieren, bevor der Abriss den Umbruch besiegelt. Jede/r durfte eine ganze Wohnung bespielen:
In der Wohnung habe ich den möglichen Bewegungen der früheren Bewohner*innen
nachgespürt, konnte mit Stoffen experimentieren und habe Äste aus der Natur zur Malerei auf Leinwand und Wohnungswänden dazu genommen.
Die Tricotstoffe begleiten uns im Wohn-Alltag als Fixleintücher, Unterwäsche, T-Shirts und vieles mehr, sie spannen manchmal oder fallen locker, falten.
Äste sind die Leitlinien der Flüssigkeiten der Bäume, in ihnen werden Wasser und Nährstoffe in die höchsten Spitzen transportiert und fliessen die Photosytheseprodukte zu den Wurzeln hinab. Jede Baumart hat ihre eigenen Rhythmen des Wachsens. Es fliesst mal in weiten Bögen, mal 'verrunzelt'. Meine Äste haben keine Blätter: 'wie im Winter'- der neue Frühling kommt vielleicht in den neuen Wohnungen.
In die Wohnung gelangt man über das Treppenhaus, die wunderschöne Form der Leitlinie des Handlaufs habe ich in einer Farbe gemalt, die je nach Blickwinkel die Farberscheinung wechselt.



















